Zum Vollmond im August
 

Der Vollmond im August hat eine dreifache Bedeutung:

1) Erinnerung an das erste Buddhistische Konzil
Drei Monate nach dem Parinibbāna des Buddha – also drei Monate nach dem Vollmond im Mai -
wurde das erste Buddhistische Konzil im heutigen Rajgir (Sanskrit: Rājagŗha, Pali: Rājagaha) in der indischen Provinz Bihar abgehalten. Der ehrwürdige Mahakassapa, einer der Hauptschüler des Buddha, hatte von der Annahme eines Mönchs gehört, die Regelungen für den Sangha, die der Buddha getroffen hatte, müssten nun nach seinem Eingang ins Parinibbāna nicht mehr beachtet werden. So erkannte Mahakassapa die Notwendigkeit, zusammenzutragen, was der Buddha zu Lebzeiten gelehrt hatte, damit diese Lehre unverfälscht überliefert und weiterhin praktiziert würde. Daher versammelte sich ein Sangha von 500 Bhikkhus, um diese Aufgabe zu übernehmen. Nur Arahats, vollkommen Verwirklichte („Heilige“), durften bei dieser wichtigen Mission teilnehmen. Es gab damals mit Sicherheit auch weibliche Arahats, doch die Anwesenheit von Bhikkhunis beim ersten buddhistischen Konzil im damaligen Indien muss als sehr unwahrscheinlich gelten. Zu dieser frühen Zeit – versteht sich – gab es noch keine unterschiedlichen Traditionen (siehe Vinaya, Cullavagga, Kapitel XI).

2) Das Erwachen des ehrwürdigen Ananda kurz vor dem Konzil
Der ehrwürdige Ananda, der Begleiter und Assistent des Buddha über viele Jahre, war der beste
Zeuge und Kenner der Lehrreden (Sanskrit : Sutra; Pali : Sutta). Außerdem verfügte er über ein
enormes Gedächtnis – wie wir überhaupt davon ausgehen können, dass die damals lebenden
Menschen uns beim Memorieren weit überlegen waren. Die Anwesenheit des ehrwürdigen Ananda beim ersten Buddhistischen Konzil war also von eminenter Bedeutung. Er hatte sich jedoch über viele Jahre für den Buddha sehr stark eingesetzt sowie für alle Menschen, die den Erwachten aufsuchten, und Ananda selbst hatte damals noch nicht die Erleuchtung voll verwirklicht. Der Buddha hatte ihm kurz vor seinem Parinibbāna vorhergesagt, dass es auch für ihn nicht mehr lange dauern würde, bis er zu den Arahats gehörte. Nachdem Ananda mit großer Anstrengung meditiert hatte, gelang ihm schließlich beim Niederlegen die endgültige Befreiung - und zwar gerade noch rechtzeitig zum Beginn des Konzils.


3) Beginn der „zweiten Vassa“
In der Theravada Tradition ist es am Vollmond im August (bzw. am Tag danach) noch möglich, in
die sogenannte „zweite Vassa“ einzutreten, falls ein Bhikkhu oder eine Bhikkhuni aus
irgendwelchen Gründen verhindert war, bereits seit dem Tag nach dem Vollmond im Juli für drei
Monate an einem Ort zu bleiben. Die „zweite Vassa“ endet dann mit dem Vollmond im November.

 

 

       

An Vollmond und Neumond Tagen gibt es die Möglichkeit, über "Jitsi Meet" um 19 Uhr mit dem Kloster in Verbindung zu treten zum Chanting und zur Meditation (an diesen Abenden 45 min). 
 
Auf Nachfrage werden die entsprechenden Termine und Links zugesandt. 

 

 

Nächste Termine: 

 

Sonntag, den 08.08.2021 - Neumond

Sonntag, den 22.08.2021 - Vollmond

Dienstag, den 07.09.2021 - Neumond

Dienstag, den 21.09.2021 - Vollmond

Mittwoch, den 06.10.2021 - Neumond

Mittwoch, den 20.10.2021 - Vollmond

Donnerstag, den 04.11.2021 - Neumond

Freitag, den 19.11.2021 - Vollmond

Samstag, den 4.12.2021 - Neumond

Sonntag, den 19.12.2021 - Vollmond

 

 

 

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