Vesakh - der wichtigste buddhistische Feiertag am Vollmond-Tag im Mai oder Juni

 

An diesem Tag erinnern wir uns an die Geburt, die Erleuchtung und den Eingang ins Parinirvana (den Sterbetag) des Buddha.

In allen buddhistischen Traditionen wird Vesakh gefeiert, meistens am Vollmond-Tag im Mai oder Juni. Am 5. Juni wird er in der tibetischen und am 6. Juni in der vietnamesischen Tradition bedacht. Wegen Corona-Maßnahmen können die Feier dieses Jahr nur sehr beschränkt stattfinden. Aber schöne Beispiele davon sind auf der Webseite der DBU www.vesakh.de zu sehen.

 

Sich über die Taten des Buddha freuen, daran denken, dass wir uns auch so entwickeln können, wenn wir den gleichen Weg gehen, buddhistische Texte rezitieren und freigebig sein, sind einige der Dinge, die wir ohne Aufwand tun können.

Nach tibetischer Tradition wird das Heilsame an diesem Tag millionenfach verstärkt. Deshalb sollten wir die Gelegenheit nicht verpassen, an diesem Tag etwas Heilsames zu tun und dem Wohl unserer Erde und aller Lebewesen widmen.

Der Vollmond-Tag im Mai ist 1999 als internationaler buddhistischer Feiertag – Vesakh – von den Vereinten Nationen anerkannt worden. [1]

Seine Heiligkeit der Dalai Lama hat deshalb am 7. Mai diese Gelegenheit genommen, ein Grußwort zu verfassen, das uns alle betrifft.[2]

 

Auszug aus dem Grußwort von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama zu Vesakh am 7. Mai, 2020:

 

Ich bin sehr glücklich, unsere buddhistischen Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt begrüßen zu können.

Shakyamuni Buddha wurde vor 2600 Jahren in Lumbini geboren, erlangte in Bodhgaya die Erleuchtung und verschied in Kushinagar. Ich glaube jedoch, dass seine Lehren universal und noch heute relevant sind.
 

Bewegt durch tiefe Anteilnahme und den Wunsch anderen zu helfen, verbrachte der Buddha nach seiner Erleuchtung den Rest seines Lebens damit, seine Erfahrungen mit all denen zu teilen, die zuhören wollten. Sowohl seine Sicht des abhängigen Entstehens, wie sein Rat, anderen nicht zu schaden, sondern zu helfen, wo immer man kann, betonen die Praxis der Gewaltlosigkeit. Dies bleibt heute in der Welt zurück als eine der stärksten Kräfte für das Gute. Denn Gewaltlosigkeit durch Mitgefühl motiviert bedeutet, unseren Mitmenschen von Nutzen zu sein.  ….
 

….. Wir Buddhisten sind es, die die Lehren des Buddha aufrechterhalten. Seine Botschaft ist jedoch für unsere breite Wechselwirkung mit dem Rest der Menschheit von Bedeutung. Alle Religionen sind förderlich für das Wohlbefinden aller Menschen. Dies sollten wir betonen und so das gegenseitige Verständnis unter den Ausübenden der unterschiedlichen Religionen fördern. In einer Zeit der schweren Krisen in der Welt, wenn unsere Gesundheit bedroht wird und wir durch den Verlust von Familie und Freunden trauern, müssen wir uns darauf fokussieren, was uns als Mitglieder der Menschheit als eine Familie vereint. Dementsprechend müssen wir mit Mitgefühl aufeinander zugehen. Denn nur dadurch, dass wir mit einem koordinierten, globalen Einsatz zusammenkommen, werden wir die noch nie da gewesene Herausforderungen von heute begegnen können.[3]

 

[1] Erwähnt auf der Webseite der DBU:  https://www.vesakh.de/historie-und-bedeutung-von-vesakh

 

[2] https://www.dalailama.com/news

[3] Auszug aus dem Grußwort Seiner Heiligkeit auf Deutsch übersetzt von Thubten Choedroen

Vesakh 2020.pdf
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